Caritas Pirckheimer und die Einführung der Reformation in Nürnberg

Begleitvortrag zur Ausstellung „Fränkische Lebensbilder im Fokus der Reformation“

Die Nürnberger Äbtissin und Humanistin Clara Pirckheimer führte zur Reformationszeit das Klarissenkloster in Nürnberg. Heute ist vom Kloster nur noch die Klarakirche in der Königstraße, Nähe Hauptbahnhof, erhalten. Die streitbare und kluge Äbtissin widersetzte sich 1525 dem Beschluss des Stadtrates zur Auflösung ihres Klosters. Der Stadtrat rief Philipp Melanchthon um Hilfe zur Vermittlung. Patrizierfamilien versuchten zum Teil mit Gewalt ihre Töchter aus dem Kloster zu holen, die sich aber widersetzten. Die Auseinandersetzungen verdeutlichen die Glaubensfragen, die bei der Einführung der Reformation zwischen alter und neuer Lehre im Mittelpunkt standen. Pirckheimer entstammt selbst einer angesehenen, humanistisch geprägten Patrizierfamilie. Der Vortrag zeichnet ihre Biografie nach.

Die Ausstellung „Fränkische Lebensbilder im Fokus der Reformation“ zeigt auch Caritas Pirckheimer, die als einzige der dargestellten Personen bei ihrem katholischen Glauben blieb. Die Ausstellung wird im Markgrafenmuseum Ansbach gezeigt und ist bis 6. Januar 2018 zu sehen.

(Foto: Bernhard Meier-Hüttel)

 
 
Letzte Änderung: 9. Dezember 2017 von EBW Redakteur