1700 Jahre Juden in Deutschland

Im Jahr 2021 leben nachweislich seit 1700 Jahre Juden im Gebiet des heutigen Deutschland. Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt (Gesetz). Es legt fest, dass Juden städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Unter dem Namen #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland werden aus diesem besonderen Anlass bundesweit rund eintausend Veranstaltungen ausgerichtet. Ziel des Festjahres ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen…..weiterlesen. In unserer Region bieten u.a. die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Franken ein attraktives Programm an.

Das Festjahr wurde bis Mai 2022 verlängert, weil aufgrund der Corona-Pandemie viele gesplante Veranstaltungen 2021 abgesagt werden mussten. Veranstaltungen in Franken werden unter www.franken.org veröffentlicht.

Eine ausführliche historische Darstellung über 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland finden Sie auf den Seiten der Internationalen christlichen Botschaft Jerusalem.

Wanderausstellung „Aschkenas – 1700 Jüdisches Leben in Deutschland“

Anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland wird vom Ansbacher Initativkreis zur „Woche der Brüderlichkeit“ vom 3. März bis 7. April 2022 eine Wanderausstellung in der St. Gumbertuskirche, Johann-Sebastian-Bach-Platz, gezeigt. Diese Ausstellung vom Referat für christlich-jüdischen Dialog der Nordkirche wird hiermit erstmalig in Bayern gezeigt und kann anschließend für Kirchengemeinden, Einrichtungen, Kommunen oder Schulen bei Pfarrer Hemann Spingler (Heilig-Kreuz Ansbach) gegen eine Leihgebühr ausgeliehen werden. Kontakt: hermann.spingler@elkb.de

Der Katalog zur Ausstellung ist vor Ort und im Bildungswerk für 5 € erhältlich.

 

„Musik aus Galiläa“
Aus Anlass des Jubiläums 1700 Jahre erklingt am Samstag, 2. April 2022, 18 Uhr in St. Gumbertus, Ansbach, „Musik aus Galiläa“ von sen israelischen Musikern
Felicia Zohar und Rabbi Zohar Or. Projektchor und Ensemble unter Leitung von KMD Carl Friedrich Meyer. Liturgische Ausgestaltung: Pfarrer Emmanuel Ndoma und Pfarrer Dr. Johannes Wachowski.

Das Haus der Bayerischen Geschichte hat anlässlich des Festjahres ein Online-Portal über das Jüdische Leben freigeschaltet. Impulsgeber ist der Antisemitismusbeauftragte Dr. Ludwig Spaenle. Mit dem digitalen Zugang zu mehr als 350 jüdische Gemeinden, Synagogen, Mikwen, Friedhöfe und Gedenkstätten soll die reiche jüdische Geschichte Bayerns auf diese Weise verdeutlicht werden. So sind z.B. Informationen zum jüdischen Friedhof Bechhofen und zur Synagoge Ansbach zu finden. Zugang zum Portal: www.hdbg.eu/juedisches_leben

Die Deutsche Bundespost hat am 7.02.2021 zu diesem Festjahr eine Sondermarke herausgegeben – siehe Beitragsbild (Fotos: Bernhard Meier-Hüttel)